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hinzu: „Wir wollen Dir als Zoll ein Mährchen erzählen, welches mehr werth ist, als Gold und Silber."
Da lachte der grimmige Soldat verächtlich und sprach: „Thoren, die Ihr seid, Ihr habt kein Gold? Wie könnt Ihr nur wagen, Euch diesen Mauern zu nahen, wenn Euch das Einzige abgeht, was den Menschen groß und glücklich macht? Aber vielleicht besitzt Ihr Ehren und Würden, habt Orden und Bänder? Zeigt sie, und das Urtheil, welches über Euch gefällt werden wird, dürfte milder ausfallen!"
„Von alle dem, was Du da sagest," erwiederte Mehanna, „verstehe ich kein Wort. Darum halte uns nicht länger mit unnützen Worten auf, sondern führe uns vor den König!"
„Vor den König, Ihr Bettler?" brüllte der Soldat, „ha, die Unverschämten! Sie haben kein Gold und keine Würden und wollen vor den König! Folget mir, daß ich Euch den Platz anweise, der Euch gebührt!"
Er führte sie in die Stadt, und Jedem, der ihnen begegnete, rief er zu: „Sehet, diese Frevler besitzen kein Gold!" und Jeder schüttelte voll Abscheu den Kopf, blickte den Verbrechern lange nach und sprach: „Kein Gold! Hat man je so Etwas gehört?"
Mehanna aber und sein unfreiwilliger Gefährte wurden in den tiefsten Kerker geworfen und kamen in die Gesellschaft zweier Mörder, die mit Verachtung auf die Armer* herabsahen. Der Fährmann beweinte sein Geschick und klagte die Vorsehung an, daß sie ihn in diese Stadt der Thorheit geworfen habe, sich selber aber, daß er nie daran gedacht, Schätze zu sammeln.
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