Ich Narr," sprach er weinend und schlug sich vor die Stirn,hätte ich nur mindestens viel gesammelt, daß ich meine Wächter damit bestechen könnte; denn wenn ich länger in diesem Loche bleiben muß, so sterbe ich. Ließe man mir nur wenigstens die Freiheit, Schätze sammeln zu dürfen durch Arbeit, welche es auch sei; aber hier bleibt mir keine Aussicht dazu, keine!" Und er jammerte und warf sich zu Boden. Me- hanna sagte Nichts und seufzte bloß.

Es geschah aber bald darauf, daß die beiden Mörder, welche Brüder waren, aus dem Kerker befreit wurden, weil sie durch den Tod eines reichen Anver­wandten zu einem Ungeheuern Vermögen gekommen waren, dessen Hälfte sie dem königlichen Schatze ein­verleibten. Wie hätten auch können solche reiche Män­ner sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben? Es war unmöglich! Eben als sie den Kerker verlassen wollten, bat der Fährmann den einen der beiden Brüder um seinen goldgestickten Mantel als Andenken, und dieser, der dessen jetzt nicht mehr bedurfte, ließ ihm denselben. Darüber hatte der Fährmann eine große Freude; er war doch nun um Etwas in den Augen der Leute gehoben, und da er bald darauf von dem Schließer des Gefängnisses vernahm, daß der König wegen des Baues eines ungeheuer» Pallastes in gro­ßer Verlegenheit sei, so beschloß er diese Gelegenheit zu benutzen, sich dem Könige dienstbar zu erzeigen und dadurch zu Reichthum und Ansehen zu gelangen. Er sagte deshalb zu dem Schließer:Gehe hin zu dem König und melde ihm, daß ich ihn aus aller Verle­genheit helfen wolle, denn ich besäße einen Schatz,