67

der mehr werth sei, als alles Gold und Silber dieser Stadt. Er möge mir deshalb eine Besprechung mit ihm unter vier Augen vergönnen."

Der Schließer hatte nicht sobald die Rede des Fährmanns dem Könige hinterbracht, als dieser befahl, den Verbrecher sogleich vor sein Antlitz zu führen. Es geschah. Fröhlich nahm der Fährmann von Me­tz an na Abschied, versprach ihm, sich bei dem Könige für ihn zu verwenden, und folgte dann den Soldaten, nachdem er zuvor den geschenkten Mantel zusammenge­wickelt und unter seinem eigenen verborgen hatte.

In einem von Gold und allerhand Gesteinen strahlenden Gemache harrte der König des Fährmanns. Dieser trat ein, warf stch dem Könige zu Füßen und sprach dann:Ich habe vernommen, o großer König, daß Du Willens bist, einen Pallast aufzuführen, der alle vorhandenen an Glanz und Pracht weit hinter sich zurücklasscn soll. Ich weiß aber auch denn mein Wissen, o König, ist nicht, wie das anderer Menschen, und erstreckt sich bis auf die Tiefen des Herzens ich weiß, daß Du in Deinem Schatze nicht so viel Gold und Schmuck besitzest, als nöthig ist zu dem Bau, und darum bist Du bekümmert und weißest keinen Rath. Wisse, ich weiß einen; und wenn Du mir bei Deiner königlichen Ehre ver­sprechen willst, mich reich und angesehen zu machen, auch meinen Leidensgefährten aus dem Kerker zu er­lösen, siehe! so will ich ihn Dir nennen und aller der Schmach vergessen, die mir Deine Unterthanen zuge­fügt haben."

Der König sprach:Sage Deinen Rath, und

I*