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den königlichen Saal der Ausstellung des heiligen Mantels. Lange riech er nach der Ursache der so au« ßerordentlichen Bewegung des Volks, bis er aus ver­schiedenen Reden der ihn Umgebenden das Wahre der Sache erfuhr. Im Augenblicke erkannte er den Man­tel als denjenigen, welchen der Fährmann von dem Mörder erhalten hatte, und sein ehrliches Gemüth glaubte der Menge keinen bessern Dienst erweisen zu können, als den Betrug zu enthüllen. Eilig drängte er durch die Schaaren, stürzte nach dem goldenen Schranke, zertrümmerte in der Hast die Scheiben des­selben und ergriff den Mantel.Wie," schrie er, Ihr verehrt ein erbärmliches Gewand aus Staub, das Kleid eines Mörders?" Und als Alle vor Erstaunen wie angewurzelt dastanden, fuhr er fort:Ich kann Euch beweisen, daß ich wahr geredet, denn" Aber die tobende Menge ließ ihn nicht ausredcn.Ist der Mensch verrückt?" schrieen Einige,schlagt ihn zu Boden!" Andere und der ehemalige Besitzer des Klei­des selbst rief aus dem Hintergrund hervor:Werft den Verräther zur Stadt hinaus und steinigt ihn!"

Mehanna erlag unter der Fluth von Drohun­gen und Gewaltthätigkeitcu. Bewußtlos ließ er sich Hinausschleppen vor die Mauern der Stadt; dort wurde er seines goldenen Mantels, den ihm der ehemalige Fährmann geschenkt hatte, beraubt und aus Gnade hinausgestoßen in die Wildniß, da man sich nickt mit dem Blute eines so furchtbaren Ucbelthäters beflecken wollte. Er lag einen Tag lang ohne Besinnung un­ter einem Baume; dann erwachte' er, schüttelte den Staub von seinen Füßen und ergriff den Wanderstab,