im neuen Testament durch die Taufe in Gottes Bund ausgenommen; denn die Taufe ist an die Stelle der Beschneidung getreten. Wer aber mit Gott im Bunde steht, darf sich nicht vor des Teufels Anklage fürchten.

In der Taufe ziehen wir Christum an: darum heißt es von den Heiligen, daß sie ihre Kleider schneeweiß gemacht haben im Blute des Lammes. Christi vollkommene Gerechtigkeit ist das allerschönste Ehren­kleid; wer damit bekleidet ist, hat kein Verderben der Sünde zu fürchten.'

Zu Jerusalem nahe am Schafthore war ein Teich, in den fuhr zu seiner Zeit ein Engel herab und bewegte das Wasser: wer zuerst, nachdem das Wasser bewegt war, hineinsticg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er immer behaftet gewesen war. Das Wasser der Taufe heilt uns von jeder Krankheit der Sünde, wenn der heilige Geist in dasselbe hinabfährt und es mit dem für uns geopferten Blute Christi bewegt, wie auch früher in jenem Teiche zu Jerusalem die Opferschafe abgc- waschen wurden.

Bei der Taufe Christi t h a t si ch d e r H i m m e l a u f: so öffnet sich auch bei unserer Taufe die Pforte des Himmels. Bei Christi Taufe war die ganze hoch­heilige Dreieinigkeit gegenwärtig, Sie ist es auch bei unserer Taufe, und der Glaube empfängt durch jenes Wort der Verheißung, welches mit dem Elemente des Wassers verbunden ist, die Gnade des Vaters,