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In diesem Fall ist man freilich genöthigt, die Traube grün zu ernten, wenn man sie nicht am Stock fau­len lassen will, indem der feuchte und regnerische Herbst die schlechte Qualität des Safts nur vermeh­ren würde. Alle Weinberge der Umgegend von Pa­ris sind in diesem Fall; daher beginnen auch dort die Weinlesen weit früher als im Süden, wo die Traube unaufhörlich fortreift, obgleich die Sonnen­warme täglich abnimmt, denn die Luft bleibt bestän­dig trocken.

Hat man einmal die Nothwendigkeit des An­fangs der Weinlese erkannt, so sind vor dem wirk­lichen Beginnen derselben noch manche Vorsi'chts- maasregeln zu ergreifen. Im Allgemeinen muß man diese Arbeit nur dann unternehmen, wenn der Bo­den und die Trauben trocken sind und von der an­dern Seite die Witterung so zuverlässig erscheint, daß man keine Unterbrechung der Arbeit zu besorgen hat. Olivier de Serres empfiehlt: man solle die Lese ja nicht beginnen, bevor nicht die Sonne den wäh­rend der Nachtkühle auf den Trauben sich sammeln­den Thau wieder vollkommen vertrieben hat. Die­ser Rach des alten Praktikers ist um so weiser, da die Beobachtung bewiesen hat, daß die bei kaltem Wetter gepflückten Trauben weit langsamer und schwerer gähren als die bei warmen Wetter ein- gebrachten.

Mithin muß man nicht nur einen schönen Tag zur Weinlese benutzen, sondern man muß auch, so weit es immer möglich ist, darauf sehen, daß alle für eine Kufe bestimmten Trauben bei derselben Tem­peratur geschnitten werden und wo dies unmöglich ist, muß man die Trauben an einem warmen Ort aufbewahren, damit sie alle denselben Grad von Hitze vor der Kelterung erlangen.