Vorrede zur ersten Auflage.
28enn man die große Zahl von Kochbüchern überblickt, die seit mehreren Jahren im Drucke erschienen sind, kann wohl der Ausruf: „Schon wieder ein Kochbuch!" nicht überraschen; doch erfreulicher für den Verfasser des vorliegenden Werkes wird das Unheil aus jedem Munde klingen: Endlich auch ein brauchbares Kochbuch! Ein Buch, das seiner Anlage, seines leichtfaßlichen Vortrags wegen, so wie in der Auswahl der Speisen überall anwendbar, und Jedermann verständlich, also im wahren Sinne des Mortes gemeinnützig ist.
Viele der älteren Bücher dieser Art hatten wohl bey unfern Vorältern ihren Werth, sind aber gegenwärtig nicht mehr zu gebrauchen, weil auch in der Kochkunst ein anderer Geschmack, und wenn man so sagen darf, wie bey unfern Kleidern, eine andere Mode eingetreten ist. Die meisten der Neueren glauben aber genug gethan zu haben, wenn sie die alten Speisen in modernen Geschirren aufwärmen, und mit einem Schwall von französischen und andern fremden Wörtern auftischen, ohne je selbst geprüft zu haben, was sie in ihren Schriften lehren wollen.
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