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werte sie ein wenig ein, aber voll Schreck fuhr sie auf; sie hatte einen ängstlichen Traum gehabt; die See war stürmisch, und im Kahn war Jesus und ihr Manu und Daniel; da kam eine Welle und riß Daniel über Bord, und auch Jesus kouute ihm nicht helfen, und er schrie, und von dem Schreien wachte sie auf. Sie sah nach der Leiche und mußte sich besiuuen, daß Tönning todt sei. Sie dachte nun immerfort an Daniel und wünschte, daß morgen Abend sein, und daß Daniel kommen möchte. Sie hat kein Auge mehr zugethan.
3 .
Am nächsten Abend kam Daniel nach Hause. Er hatte eine schlechte Fahrt gehabt, nicht wegen Wind und Wellen, denn die waren günstig, sondern in seinem Herzen gingen Wind und Wellen. Frühe war er mit wüstem Kops ausgewacht, und als er aus dem halb dunklen Tanzboden, wo man ihn hatte liegen lassen, sich umsah, besann er sich allmählig, wie er dabin gekommen und was geschehen war. Ihn faßte ein brennendes Weh und ein Ingrimm, er wußte selbst nicht, gegen wen: gegen den Matrosen, gegen sich selber, gegen die ganze Welt. Er dachte an Helgoland, an seine Mutter, au seinen Vater, und batte sich die Haare ausrausen mögen.
Er stand auf, seine Kameraden zu suchen. In den unbekannten, menschenleeren Gassen verirrte er sich; es dauerte lange, bis er einen fand, der ihn zurecht-

