Uebrigens stdßt der, welcher diese- Thal durchwandert, bald auf eine rauschende Mühle, und bald auf ein freundliches, zwischen Birkenwäld- chen und Weinpflanzungen liegendes Dorf. Eines dieser Dörfer, daS gleich am Eingang in dieses Thal, wenn man von Dresden herkommt, liegt, heißt Planen und davon führt daS ganze Thal den Namen. Der höchste und schönste Berg dieser Gegend ist der Windberg, von dem die alten abergläubischen Mütterchen der Gegend glauben, daß er in seinem Innern ein gar prächtiges Zauberschloß enthalte, irr welchem der, dem es glücke, es zu betreten, des Goldes so viel nehme» könne, oder von den Geistern erhalte, als er wolle. Ja sie behaupten so gar, daß es noch in dem vorigen Jahrhundert einem armen Musikanten gelungen sey, diese Geisterburg zu berreten. DasMahrchen, das sie hieven ihren lauschenden Enkeln erzählen, ist folgendes:
Rothkopfs Görge, aus dem, am Wind- berge gelegenen, Dorfe Burg, war ein gar lustiger Bruder und munterer Fiedler, und als solcher in der ganzen Gegend bekannt und wohlbeliebt. Wo sich daher die jungen Leute eines Dorfes zu einem frohen Tanze versammelten, da mußte Görge aufspielen. Denn man liebte nicht nur seine Munterkeit und seine lustigen Spaßchen, sondern man glaubte auch, daß es sich nach seiner

