6o
Und welk, gebleicht von Pein und Jammer, Entsteigen sie der engen Kammer *)
Tief athmen sie das frische Licht
Zur Stärkung, doch zum Troste — nicht +*)
Und mit des Mitleids Allgewalt DucchschautO s w i n ***) die Jammerschqareu, Da fallt ihm plötzlich die Gestalt Von einem Greis in Silberhaaren Ins nasse Aug, und Schmerz durchwählet Auf ein Mahl sich der Jüngling fühlet.
Er stürzt dem Greise in den Arm:
„Mein Vater! daß sich Gott erbarm!"
Und lange ruht in tiefem Gram Er an dem theuern Daterherzen,
Bis die Besinnung wieder kam.
Doch mit ihr wild erneute Schmerzen.
„So soll'» des frommen Alters Schwachen „Die harten Sclavenketten brechen?!" ****) — Sey ruhig, Sohn! Wie lange noch,
Erlößt der sanfte Tod mich doch!"
*) Den engen Behältnissen, in welchen sie auf dem Schiffe sich befanden, und wo sie sich kaum regen und keine frische, gesunde Lust athmen konnte».
**) Weil sie einem schrecklichen Loose entgegen gingen.
***) So hieß der frcpgelaffene Sclave.
****) So sollen die harten Sciavenketten den alten.

