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fmmer ihrer Herr werden. Frau König hatte habet vkt auszustehro un» legt« «ine wunderbar» Geduld an der» Tag; dieß erkannte auch Mari» und verehrte ihr« Mutier über Alle«.
Eine» TageS war gerade Frau Thiburg bei »inen» solchen Anfalle zugegen. Sie wollte Marie darüber zur Rede stellen; beleidigt aber durch ihre Bitterkeit- durch ihre Unvernunft und den Ton, in welchem sie mit ihrer Mutter sprach, beschloß sie ihr blos einige derbe Wahrheiten zu sagen, wodurch Marie so aufgebracht wurde, daß sie mit Geschrei, Thränen und fast in Zuckungen aus dem Zimmer ging. Als Frau Thiburg fort war, holte sie ihre Mutter wieder herein, die noch am ganzen Körper zitterte, tief ergriffen von dem Borfalle, den sie zu entschuldigen suchte, indem sie sagt«, Frau Thiburg habe Vergnügen daran gehabt, sie zu beleidigen.
„Sie wollte dir nur, antwortete ihre Mutter, beweisen, daß sie Recht, und du Unrecht hattest. Und sag« mir, war es, da ihr beide Recht habe» wolltet, nicht deine Schuldigkeit nachzugeben?^
„Ach, liebe Mutier, sie behanbelle mich auch nicht, so, wie Sie," sagte Marie, welche die Ueberzeugung , von ihrem Unrechte zu Thränen rührte, denn in diesem Augenblicke dachte sie an die Güte und Nachsicht ihrer Mutter» ,,Mein« liebe Tochter, sprach Frau König weiter, dieß geschieht, weil ich dir gehöre und AUeS zu vermeiden suche, waS deinem Charakter und deiner Gesundheit schaden könnte; aber sag mir einmal, Marie, glaubst du, daß «S auf der Welt Jemand gäbe, der dich mehr ließf; al« deine Mutter?"
Laut schluchzend warf sich Marie in die Arm» ihrer Mutter und sagte: „Sie sind eS, die meiner schonte», Ihnen sollt« ich mehr alS sonst Zemauden gehorsam sein."

