Wie gesagt, Herr Gabriel vertraute auf seine alte Firma und auf seine Rechtschaffenheit, und meinte, da­mit könne er aller Welt trotzen. Aber, aber er kannte die Tücke und Bosheit der Menschen noch nicht, und grade, als er sich am sichersten fühlte, wurde sein gutes Glück, seine Zufriedenheit und Gemüthsruhe an der allerempfindlichsten Stelle angegriffen.

Es mochte vielleicht ein halbes oder drei viertel Jahr seit dem Zwiste mit Herrn Ledermann vergangen sein, da kam eines Tages Hochland's Magd ganz bestürzt nach Hause und sagte zu Herrn Gabriel senior, der eben behaglich zur ersten Tasse Kaffee sein Morgen- pfcipfchen rauchte:Herr Hochland, grade uns gegen­über hat sich noch ein Kaufladen aufgethan!"

Herr Gabriel Hochland sprang vom Stuhle in die Höhe, wie wenn dicht neben ihm der Blitz eingeschlagen hätte, und ließ vor Schrecken und Staunen die Pfeife ausgehen.

Nicht möglich!" stammelte er.Du mußt dich versehen haben, Kathrine!"

Gleichwohl sprang er zitternd an die Ladenthür hinaus, schaute über die Straße hinüber, und kriegte fast den Tod vor Schrecken, als er grade gegenüber in x einem Hause, das Meister Ledermann vor einiger Zeit angekauft hatte, die Thür sperrangelweit geöffnet und oben drüber ein breites Schild sah, auf dem mit essen* hohen goldenen Buchstaben zu lesen stand:

Matcrialwaaren - Handlung

von

Ionathan Winkel.

Ledermann, das ist deine Rache und mein Tyds"