Neuntes Kapitel.
Nach Brasilien!
kostete dem Professor und seinem Acthiopier nur wenig Mühe, die nähere Bekanntschaft mit den Nachbarn gegenüber anzuknüpfen. Nero mußte hinübcrgehen und Herrn Gabriel Hochland im Namen des Herrn Professors Wunderlich — so hatte Nero ganz bezeichnend seinen Herrn umgetauft — um Erlaubniß bitten, zuweilen den Garten besuchen zu dürfen, indem der Aufenthalt darin dem Kranken gewiß sehr wohlthuend sein würde. Diese Erlaubniß wurde sehr bereitwillig ertheilt, und schon Nachmittags, während Herr Gabriel sein gewöhnliches Schläfchen hielt, spazierte der Professor, mit einem großmächtigcn Schirme über den Augen, in den Garten hinüber, wo er Minchen, wie er bereits von seinem Fenster aus beobachtet hatte, fleiß
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vorzuziehen begann? Wenn er seinen Neffen nicht zum Hause hinausgeworfen hätte, ei gewiß, er würde Hut und Stock genommen und sich ohne weitere Umstände seinem Bruder und seiner Nichte zu erkennen gegeben haben. Aber unter den vorliegenden Umständen ging das nun freilich nicht, und so niußtc sich denn der Herr Onkel in Geduld fassen. Für das Beste hielt er nach nochmaliger Ueberlegung, den Rathschlägen Neros Folge zu leisten, die ihn, je mehr er darüber nachdachte, am sichersten zum Ziele zu führen schienen.

