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nämlich ein verständiger und gescheiter Junge, der sehr wohl den Umfang der beiden Unglücksfälle ermessen konnte, welche seine Familie neuerdings betroffen hatten. Daß ein Nebenbuhler ihnen gegenüber wohnte, hätte ihn im Grunde wenig angefochten; eben so wenig kümmerte es ihn, daß dieser Nebenbuhler durch allerlei feine Listen ihnen die Kunden abspenstig zu machen versuchte. Er sah weiter, als sein Vater, der große Lust hatte, es eben so zu machen, wie Herr Jonathan Winkel, rtnd, wie dieser, seine Waaren unter dem Einkaufspreise verkaufen wollte. „Vater, laß uns das nicht thun, ich bitte dich!" hatte Gabriel junior damals gesagt. „Wenn wir's thäten, so sähe es grade aus, als ob wir unsere Kunden bis daher betrogen hätten. Laß du den neuen Nachbar nur sein Wesen forttreiben. Ueber kurz oder lang muß er mit den Preisen wieder in die Höhe, und sogar höher, als wir, um wieder zu seinen Verlusten zu kommen, und dann wollen wir sehen, ob nicht unsere alten Kunden wieder zu uns den Weg finden. Die Waaren verderben ja nicht und werden durch's längere Liegen auch reicht schlecht. Also laß uns warten und hoffen, lieber Vater!"
Herr Gabriel Hochland schüttelte seinem Sohne die Hand und sagte: „Du hast Recht, Junge! Wollen eine Ehre hinein setzen, bei unseren alten billigen Preisen zu verharren. Kein Mensch soll sagen dürfen Hochland hat uns betrogen, und müßten wir unsere Vorräthe auch allein aufzehren!"
So blieb denn trotz des neuen Concurrentcn Alles beim Alten, und Gabriel junior, an den Ladentisch gelehnt, sah ganz gleichmüthig zu, wenn seine früheren

