ihm der Professor in's Wort. „Meinen einzigen Marikina, 8imia Rosalia ? Ist das verwandtschaftlich alt deinem Oheime gehandelt?"
„Aber der Miethzins, theuerster, bester Oheim — ich wollte ja — "
„Was da Miethzins!" zeterte der Alte. „Ich brauche keinen Zins, Unglücklicher! Nero, gib ihm die Schildkröte! Und dann hebe dich weg von hier, Elender! Geh', sage ich! Simia Rosalia hast du mir schon getödtet, und wenn du noch länger in diesen Räumeir weiltest, würdest du sicher noch mehr Unheil anrichten. Hinweg, sage ich, und laß dich nie wieder bei mir blicken! Die Schildkröte! Die Schildkröte, Nero! Und dann fort! Oh, Marikina! Oh, Simia Rosalia, einziges lebendes Exemplar in Europa, Stolz meiner Sammlungen, edelste Frucht meiner Reisen, warum bist du mir entrissen? Nero, die Schildkröte! Und fort mit diesem Unmenschen, damit ihn mein Auge nicht länger erblicke!"
Gabriel erinnerte sich der Weisungen der guten Frau Strauch, und schien, alle Geistesgegenwart zusammenraffend , iroch einen Versuch machen zu wollen, sich bei dem Oheim Gehör zu verschaffen und dessen zürnendes Herz zu besänftigen. Aber der Naturforscher, seinen Marikina im Arme, warf ihm einetl unwilligen Blick zu und wendete sich von ihm ab. Auf einen Wink von ihm packte Nero seinen Arm, riß ihn mit Riesenkraft aus dem Affen- und Papageien-Saale, schlug schmetternd die Thüren hinter ihn, zu und öffnete die Thür zur Linken, in welche Gabriel vorher vergebens einzudringen gesucht hatte. Ein geräumiges Zimmer, offenbar die Studierstube des würdigen Professors,

