„Schweig', Aethiopier!" schrie sein Herr ihm zu. „Die Sache ist abgemacht — nächstes Jahr gcht's zu Schiffe und fort über's Meer!"
„Aber was sagen denn armer Bruder, wenn Massa fort und nicht sehen wieder ihn?" entgcgnete Nero. „Viel besser, gehen zu Bruder, als zu wildem Thier Massa alt, Nero alt, jetzt ausruhen von großen Reisen in alle Welt, die machen Massa und Nero in Jugend. Viel, viel besser das!"
Wenn der Professor nicht so sehr ergrimmt gegen seine Familie gewesen wäre, so hätte er gewiß dem Rathe Nero's ein geneigtes Ohr geliehen. So aber wendete er ihm den Rücken zu und befahl ihn: ein für alle Mal, nicht wieder von seinem Bruder zu reden. Nero ging; aber seine Stirn war in finstere Falten gezogen, und in seinem Herzen sprach er: Dummes Zeug, gehen nach Brasilien! Viel besser in deutsches Land, und alter Nero doch sehen, ob nicht Massa müssen bleiben hier!"
Kurze Zeit nachher wurde der Reisewagen des Professors gepackt, und mit vier Postpferdeu ging es im Fluge dem Badeorte zu. Nero sollte sich zu seinem Herrn in den Wagen setzen, aber Nero grollte, weil Massa Hochland noch immer nur von Brasilien und den Urwäldern sprach, und setzte sich auf den Bock. So kamen sie im Badeorte au und bezogen ein schönes Quartier, das schon im Voraus bestellt war. Es fehlte da nichts, was irgend zur Bequemlichkeit gehört, denn der Professor war in der That sehr reich und nichts weniger, als ein Geizhals. Aber aller Glanz des Reichthuins, über den er gebot, konnte den Professor nicht glücklich machen, Es fehlte ihm Alles ~~

