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mit ihrer Stickerei beschäftigt in der Hollundcrlaube fand. Mit freundlicher Theilnahme wurde er von Miu chen empfangen. Sie führte ihn auf das beste Plätzchen in der Laube, holte ihm ein Kiffen aus dem Hause, damit er recht bequem fitzen möge, und bemühte sich auf jede Weise, ihm die Laube recht behaglich zu machen. Diese Gutmüthigkeit Minchens that dem Professor uu= gemein wohl und machte ihm das Herz ganz warm. Den Schinn ein wenig zurückschiebend, damit er seine Nichte bequemer ansehen konnte, knüpfte er ein Gespräch mit ihr an und plauderte von hundert Dingen, mit­unter auch eine Frage cinschicbcnd, um Minchens saufte Stimme zu hören. Gar zu gern hätte er Minchen ge­fragt, was sie von ihrem Herrn Oheim in der Residenz halte und welche Meinung sie von ihm habe aber die Scheu, ein Verdammungsurthcil zu vernehmen, hielt ihn immer wieder davon ab. So verging eine Stunde; Minchen stand jetzt auf, ihren Vater zu wecken, und der Professor, welcher dem grünen Augenschirme denn doch noch nicht ganz traute, begleitete Minchen bis in's Haus, und nahm dann Abschied von ihr, um nicht mit seinem Bruder zusammenzutreffen. Kaum befand er sich wieder in seiner Wohnung, so erschien Nero und fragte: Nun, Mass», wie stehen Sachen? Wie gefallen Miß Minchen?"

Du hast Recht, Nero, sie ist ein guter, freundlicher Engel l" erwiederte der Professor.Gepflegt und für mich gesorgt hat sie, als ob ich ihr Vater, und nicht ein ganz fremder Mensch wäre, für den sie mich doch halten muß!"

Das wohl vorher wissen, Nero!" cntgcgnete der Neger und rieb sich vergnügt die Hände.Zn Brasilien