19

wo eilt gutes, weiches Bett aufgeschlagen war. Als Morgane ihm das Zimmer gezeigt hatte, sagte der Oelhändler, er wolle erst noch einmal nach seinen Thieren sehen, entließ die Sklavin und stieg hinab in den Hof.

Unterdes; sagte Ali Baba zu Morgane, die zu ihm zurückgekehrt war, sie solle ihm noch vor dem Schlafen­gehen Badewäsche bereitmachen und diese seinem Sklaven Abdallah übergeben, denn er wolle ganz früh ein Bad nehmen. Dann solle sie ihm noch eine gute Fleisch­brühe koche», die er nach dem Bade trinken wolle. Mor­gane ging daher und legte Wäsche heraus, setzte auch einen Topf mit Fleisch an's Feuer und holte dann Abdallah, um ihm die Wäsche und die Fleischbrühe zu übergeben. Da aber das Fleisch noch nicht kochte, so wollten sie noch ein Weilchen plaudern, bis die Brühe fertig wäre.

Der Oelhändler war unterdessen im Hofe von einem Schlauche zum andern gegangen, hatte an jeden leise ge­klopft tind heimlich zu ihm geredet. Wer dabei hätte zuhören können, der hätte folgende Worte verstanden: Ich schlafe im Hause. Wenn ich aber Steinchen herab in den Hof werfe, so ist es Zeit. Dann schlitzt ihr die Schläuche auf, kommt heraus und erwartet mich ruhig hier." Diese Worte richtete er an siebenunddreißig Schläuche, nur an den achtunddreißigsten nicht, denn in diesem war Oel. In den siebenunddreißig aber staken die sämmtlichen Räuber mit ihren Dolchen, und der Mann, der sich für einen Oelhändler ausgab, war ihr Hanptmann.

Als jeder von den Räubern ihm leise geantwortet, ging der Hauptmann wieder auf sein Zimmer, löschte

2 *

*1

I

>

Jfc.