Tcr Kaufmann von Bagdad.

Unter der Regierung des Kalifen Harun Al Ra- fchid's lebte in Bagdad ein Kaufmann, Namens Ali Koja, der zwar nicht zu den reichsten, aber auch nicht zu den ärmsten gehörte, im Hause seiner Vater wohnte und weder Frau noch Kinder hatte.

In der Zeit, da er, ganz sein eigener Herr, zu­frieden vom Ertrag seines Handels lebte, hatte er drei Nächte hintereinander einen Traum, worin ihm ein ehr­würdiger Greis mit ernster Miene erschien. Der Greis hatte ihm jedesmal einen heftigen Verweis gegeben, weil er die vom Gesetz vorgeschriebene Wallfahrt nach Mekka noch nicht gemacht habe.

Ali Koja war durch diesen Traum in nicht ge­ringe Verlegenheit versetzt worden. Als guter Musel­mann wußte er wohl, daß er zn der Wallfahrt ver­pflichtet war, aber da er ein Haus und einen Laden be­saß, so hatte er immer geglaubt, dies seien hinlängliche Gründe, die Reise nach Mekka zu unterlassen und dafür Almosen und andere gute Werke zu stiften. Aus Furcht jedoch, es möchte ihm ein Unglück zustoßen, entschloß er sich endlich, mit der Erfüllung dieser Pflicht nicht länger

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