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daß sein Freund vollkommen recht habe. Er meinte, der Zufall möchte wohl mehr reiche Leute gemacht haben als die Sparsamkeit und allmähliches Wachsenlassen des Capirals.

Es kommt auf einen Versuch an," sagte Sadi.

Ich werde dem ersten besten armen Handwerker, der von seinem Verdienste nichts zurücklegen kann, ein kleines Capital schenken. Wir wollen dann sehen, ob Du recht hast." Saad hatte nichts hiergegen einzuwenden.

Einige Tage nachher gingen die beiden Freunde bei einem Seiler vorüber, der gerade arbeitete. Saad kannte ihn als einen sehr armen Mann, der bei allem Fleiße nicht vorwärts kommen konnte. Er erinnerte daher seinen Freund an sein Versprechen und sagte:Der Seiler hier scheint mir ganz der Mann zu sein, der ein kleines Capital brauchen könnte." Sadi, der das nöthige Geld bei sich hatte, trat sogleich mit Saad zum Seiler und fing an, ihn nach seinen Verhältnissen auszufragen xutb besonders, warum er sein Geschäft nicht größer betriebe.

Hassan, so hieß dev Seiler, war verheirathet und hatte fünf Kinder. Er verdiente nur eben so viel, um mit seiner Familie nicht darben zu müssen und um immer wieder frischen Hanf kaufen zu können. An einen größeren Einkauf, wie er nöthig gewesen wäre, um Ge­sellen anzunehmen und das Geschäft zu vergrößern, war gar nicht zu denken. Hassan setzte dies Sadi aus­einander und fügte hinzu:Es ist gut, daß wir wenigstens zufrieden sind mit dem, was wir haben, und größere m

Bedürfnisse nicht kennen. Wir sind glücklich, das wir auskommen und keine fremde Hilfe brauchen."

Als Sadi dies hörte, bot er ihm zweihundert Dukaten als Geschenk an und fragte, ob Hassan nicht