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es soll dir desrvegcn nichts Widriges geschehen; sprich also mit aller Freiheit." Hierauf gestand Achim dem Sultan ganz offen, daß er von seinem Sohne geschickt sei, um bei ihm um die Hand der Prinzessin B ellastra anzuhalten. Der Sultan konnte sich nicht enthalten, über diese Bitte Achims laut zu lachen, und der Groß- wessier, an dessen Sohn die Prinzessin schon halb und halb versprochen ivar, sagte: „Das wäre schön, wenn man eine so hohe Person einem unbekannten hergelaufenen Menschen anvertrauen wollte." Der Großsultan selber antwortete: „Achim, sage deinem Sohne, daß er sich nach sechs Monaten wieder bei mir anmelden lassen solle." —Lameth war höchst erfreut, als er diese gnädige Antwort erfuhr, und begnügte sich damit, die Zeit ruhig abzuwarten.
Der Großwessier war unterdessen auch nicht müßig, und als er bald darauf merkte, daß der Sultan an das Achim gegebene Wort nicht mehr dachte, brachte er es in kurzer Zeit dahin, daß der Sultan seine Einwilligung zu der Vermählung seiner Tochter mit dem Sohne des Wes- siers gab. Es wurden nun allerhand Vorbereitungen und öffentliche Feierlichkeiten wegen Bellastra's bevorstehender Vermählung angeordnet. Als Achim dieses erfuhr, betrübte er sich sehr darüber; Lameth aber sagte, er solle sich deswegen nicht bekümmern, den» es würde aus diesem Verlöbniß doch nichts werden. Indessen rückte der Tag heran, an welchem Bellastra mit des Großwessiers Sohne auf morgenlündische Weise verbunden werden sollte. Lameth wußte dies recht gut, machte sich aber gar nichts daraus, weshalb Achim glaubte, sein Sohn sei von der hoffärtigen Einbildung, Bellastra zu heirathen, genesen und habe sich dieselbe aus dem Sinne geschlagen. Aber
Ei Nacht. 13

