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haft! In sechs Monaten wird dein Pfeifchen tönen, und Zulima's Ohr wird für feine Töne offen sein."
Der Jüngling schied von seiner wunderbaren Beschützerin mit Dank und Verehrung; er merkte sich das Haus und die Straße genau und ging dann wieder nach dem Bazar.
Als Said in den Bazar zurückkehrte, kam er gerade noch zu rechter Zeit, um seinen Herrn und Meister Kalum-Bek zu unterstützen und zu retten. Ein großes Gedränge war um den Laden, Knaben tanzten um den Kaufmann her und verhöhnten ihn, und die Alten lachten. Er selbst stand vor Wuth zitternd und in großer Verlegenheit vor dem Laden, in der einen Hand einen Shawl, in der andern den Schleier. Diese sonderbare Scene kam aber von einem Vorfall her, der sich in Saids Abwesenheit ereignet hatte. Kalum hatte sich statt seines schönen Dieners unter die Thüre gestellt und ausgerufen, aber Niemand mochte bei dem alten, häßlichen Burschen kaufen. Da gingen zwei Männer den Bazar herab und wollten für ihre Frauen Geschenke kaufen. Sie waren suchend schon einige Male aus und nieder gegangen, und eben jetzt sah man sie mit umherirrenden Blicken wieder Herabgehen.
Kalum-Bek, der dies bemerkte, wollte es sich zu Nutzen machen und rief: „Hier, meine Herren, hier! Was suchet ihr? Schöne Schleier, schöne Waare?"
„Guter Alter," erividerte der Eine, „deine Waaren mögen recht gut sein, aber unsere Frauen sind wunderlich, und es ist Sitte in der Stadt geworden, die Schleier bei Niemand zu kaufen, als bei dem schönen Ladendiener Said; wir gehen schon eine halbe Stunde umher, ihn zu suchen, und finden ihn nicht; aber kannst du uns

