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mit blitzenden Augen und muthiger Miene vor sich stehen sah, wagte er es nicht, ihn anzugreifen, da überdies Kalum, dem seine Rettung wie ein Wunder erschien, auf den jungen Mann deutete und schrie: „Nun, was wollt ihr denn mehr? Da steht er ja, ihr Herren, das ist Said, der schöne Ladendiener." Die Leute umher lachten, weil sie wußten, daß Kalum-Bek vorhin Unrecht geschehen war. Der niedergeworfene Mann stand beschämt auf und hinkte mit seinem Genossen weiter, ohne weder Shawl noch Schleier zu kaufen.
„O du Stern aller Ladendiener, du Krone des Ba- zars!" rief Kalum, als er seinen Diener in den Laden führte. „Wahrlich, das heiße ich zu rechter Zeit kommen, das nenne ich die Hand in's Mittel legen; lag doch der Bursche auf dem Boden, als ob er nie auf den Beinen gestanden wäre, und ich — ich hätte keinen Barbier mehr gebraucht, um mir den Bart kämmen und salben zu lassen, wenn du nur zwei Minuten später gekommen wärest; womit kann ich es dir vergelten?
Es war nur das schnelle Gefühl des Mitleids gewesen, was Saids Hand und Herz regiert hatte; jetzt, als dieses Gefühl sich legte, reute es ihn fast, daß er die gute Züchtigung dem bösen Manne erspart hatte; ein Dutzend Barthaare weniger, dachte er, hätten ihn auf zwölf Tage sauft und geschmeidig gemacht; ersuchte aber dennoch die günstige Stimmung des Kaufmanns zu be- nützen und erbat sich von ihm zum Dank die Gunst, alle Wochen einen Abend für sich benützeu zu dürfen zu einem Spaziergang, oder zu was es auch fei. Kalum gab es zu; denn er wußte wohl, daß sein gezwungener Diener zu vernünftig sei, um ohne Geld und gute Kleider zu entfliehen.

