mttb als er dies freudig bejahte, erzählte ich ihm, wie ich den jungen Menschen in der Wüste gefunden, gerettet und gepflegt und nach Bagdad gebracht habe. In der Freude seines Herzens schenkte er mir den Beutel. Aber hört diesen unsinnigen Menschen, wie ich ihm nun weiter erzählte, daß sein Sohn bei mir gedient habe, daß er fchlechte Streiche gemacht, gestohlen habe und davon gegangen sei, will er es nicht glauben, hadert schon seit einigen Tagen mit mir , fordert seinen Sohn und sein Geld zurück, und beides kann ich nicht geben, denn das Geld gebührt mir für die Nachricht, die ich ihm gab, und seinen ungerathenen Burschen kann ich nicht herbeischaffen."
Jetzt sprach auch Benezar. Er schilderte seinen Sohn, wie edel und tugendhaft er sei, und daß er nie habe so schlecht sein können, zu stehlen. Er forderte den Kalifen auf, streng zu untersuchen.
„Ich hoffe," sprach Harun, „du hast, wie es Pflicht ist, den Diebstahl angezeigt, Kalum-Bek?"
„Ei freilich!" rief Jener lächelnd. „Vor den Polizeirichter habe ich ihn geführt."
„Man bringe den Polizeirichter!" befahl der Kalif. Zum allgemeinen Erstaunen erschien dieser sogleich, wie durch Zauberei herbeigebracht. Der Kalif fragte ihn, ob er sich dieses Handels erinnere, und dieser gestand den Fall zu.
„Haft du den jungen Mann verhört, hat er den Diebstahl eingestanden?" fragte Harun.
„Nein, er war sogar so verstockt, daß er Niemand als euch selbst gestehen wollte!" erwiderte der Richter.
„Aber ich erinnere mich nicht, ihn gesehen zu haben," sagte der Kalif.

