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der ihm sein Schreiben abgenommen hatte, aus den Zimmern des Kalifen wieder herauskam. Beim Heraustreten sagte dieser Beamte zu ihm: der Kalif habe seine Bittschrift gelesen, und bezeichnete ihm zugleich die Stunde, zu welcher er ihn am andern Tage anhören wolle; alsdann fragte er ihn nach der Wohnung des Kaufmanns und ließ diesen: melden, er solle sich am andern Tag um dieselbe Stunde einfinden.
Am Abend desselben Tages machte der Kalif mit dem Großwessir, alle Beide verkleidet, wieder seine gewöhnliche Runde durch die Stadt. Indem er nun durch eine Straße^ ging, hörte er kiärm; er beschleunigte seine Schritte und' kam an eine Thüre, die in. einen Hof führte, worin zehn bis zwölf Kinder im Mondschein noch spielten, wie er durch eine Ritze hindurch bemerken konnte. Der Kalif war neugierig, welches Spiel die Kinder spielten und setzte sich auf eine steinerne Bank, die sich gerade neben der Thüre befand. Da er nun fortwährend durch die Ritze sah, hörte er, wie eines der Kinder, welches das lebhafteste und aufgeweckteste von allen war, zu den andern sagte: „Wir wollen den Kadi spielen. Ich bin der Kadi und ihr müßt mir den Ali Koja und den Kaufmann, der ihm die tausend Goldstücke gestohlen hat, vorführen." Bei diesen Worten des Kindes erinnerte sich der Kalif an die Bittschrift, die ihm an demselben Tag überreicht worden war und die er noch nicht lange gelesen hatte.
Er verdoppelte daher seine Aufmerksamkeit, um zu hören, wie der Urtheilsspruch ausfallen würde.
Da der Streit zwischen Ali Koja und dem Kaufmann etwas ganz Neues war und in der ganzen Stadt Bagdad sogar unter den Kindern viel Aufsehen machte, so nahmen die übrigen Kinder diesen Vorschlag mit

