ich gern unser hübsches, neues Haus und den großen Ziergarten da- Ijintev Ich möchte auch in der Welt nichts anderes sein, als eine Gutsbesitzersfrau, hübsches Vieh in den Ställen, ein schmuckes Wohn­haus und große Kasten voll Linnenzeug haben/'

Brauers Kunigund lächelte spöttisch und sagte:Wenn man sich einmal etwas wünschen soll, so muß es gleich etwas Rechtes sein. Unter einer reichen Stadtfrau thät ich's nicht. So am Sonntag aufs Land hinaus spazieren gehn, und Wochentags mit dem Sirickstrumpf vor der Thür sitzen, in jeden Reisewagen sehen, der vorbei kommt, und mit den Nachbarsleuten schwatzen, das wär' so mein Geschmack. Deiner nicht auch, Margareth?"

Die saß da und rollte die Blätter des Immergrüns ganz nach­denklich um die Finger.Ihr werdet mich nur auslachen," sagte sie endlich,wenn ich's frei herausrede, was ich denke; aber hinter dem Berge halten ist meine Sache nicht. Ich möchte Kindermädchen werden!"

Weiter nichts?" riefen die Mädchen und sahen einander lachend an.Da hätt' ich Dich doch für klüger gehalten," meinte Adelheid. Ein Kindermädchen werden, und den lieben langen Tag das kleine, unartige Volk herumtragen oder herumfahren, das ewige Schreien anhören und nicht einmal ein Bischen drein schlagen dürfen, das soll doch etwa keine Herrlichkeit sein? Wo hast Du nur den Gedanken her, Gleichen?"

Seht," antwortete diese, ohne sich durch den Spott und die Ge­genrede ihrer Gefährtinnen irre machen zu lassen,ich denke mir, es muß eine große Freude und rechter Segen dabei sein, die Kleinen schon von früh an ihrem Herrn und Heilande zuzuführen, der ja selbst gesagt hat:Lastet die Kindlein zu mir kommen," und:die mich frühe suchen, finden mich." Nun bin ich aber doch nicht klug genug, um eine gelehrte Schulfrau zu werden, wie sie auf dem Schlosse in

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