3n)ölf Monate
aus hem hHehenßhuche eines jungen DAäöchens.
Januar.
war ein prächtiger Einfall von Bruder Paul, mir das schöne Gedenkbuch zu schenken! Außer dem Kalender findet man bei jedem Monat eine Tabelle zu Einnahme und Ausgabe, daneben sollen die angefangenen und vollendeten Arbeiten verzeichnet werden, und die Briefe, die angekommen oder abgeschickt worden sind. Da werde ich noch nicht viel zu thun bekommen, denn Briefschreiben ist meine Sache nicht, und ich wüßte auch nicht, an wen ich schreiben sollte. Nur an die Tante Minna in Berlin wird jedes Jahr ein Brief zum Geburtstage abgeschickt; ich werde also in diese Rubrik lieber die Besuche no- tiren, die ich mache und bekomme, denn Ostern werde ich consirmirt, und dann gehöre ich ja schon zur Gesellschaft, denk' ich. Wenn nur die Mama darüber nicht anderer Meinung ist; das wäre fatal! Nach diesen Listen kommt ein Bogen leeres, weißes Papier, darauf soll ich schreiben, was ich während des Monats besonders erlebe. Lieber Gott, mit 14 Jahren erlebt man noch nicht viel! Was aber das allerhüb- scheste ist, über jeden Monat hat Paul mir ein allerliebstes Bildchen gezeichnet, und weiter unten steht ein Bibelspruch. Beim Januar
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