Der kleine Lumpensammler.

^er Wind spielte mit den dicken, schwarzen Rauchwolken, die aus den riesigen Schornsteinen mehrerer langer Fabrikgebäude emporwirbelte und trieb sie über ein wunderliebliches Thal hin, bis sie an den tief­grün bewaldeten Berg stießen, der dasselbe von drei Seiten einschloß. An der offenen Seite führte die Landstraße vorbei, auf der sich so eben ein sehr ärmliches Fuhrwerk zeigte. Ein kleiner Karren, von einem kräftigen schwarzen Hunde und einem Knaben von 1213 Jah­ren gezogen, bewegte sich langsam in den tiefen Gleisen, welche die schwerfälligen Fnhrwagen in den weichen Boden cingeschnitten hatten, und eine Frau, deren Gestalt, trotz der warmen Sommerluft, fast gänzlich in eine Art Kopftuch verhüllt war, legte ihre magere Hand an das Flechtwerk des kunstlosen Wägleins, als ob sie den Rest ihrer Kräfte daran setzen wolle, ihn vorwärts schieben zu helfen. In der That war diese Hülfe völlig nutzlos, denn die Frau war nicht nur bis zum Umsinken müde und kraftlos, sondern schien auch mit so fern ab­gehenden Gedanken beschäftigt, daß sie ihren Vorsatz sogleich wieder vergaß, und ihrem jungen Begleiter sammt dessen vierbeinigen Genossen nur eine Last mehr auferlegte, da sie sich, ohne es zu wissen, auf das Fuhrwerk stützte, oder sich von demselben fortziehen ließ.

Saat und Ernte.