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kupferne Pfanne niit Hahn versorgt die Küche mit warmem, eine Röhre, die durch die Wand kommt, mit kaltem Wasser. An der linke» Seite der Küche sind zwei Thüren; die eine führt in ei» kleines Gemach, um Böttichergefäß, Kohlenbehälter und alles, was dem Auge in der Küche selbst störend auffallen könnte, aufzubewahren; hier wird das Geflügel geschlachtet und ausgenonnuen, Gemüse geputzt, Salat verlesen u. dgl. m. Dicht daneben führt die zweite Thür in eine Art Vorrathskammer. An den Wänden befinden sich große Regale, nur daß statt der Bücher, Glaskrauscn mit Sago, Fadennudeln und Eier- gräupchen, feinem Gewürz, gestoßene»! und geschlagenem Zucker, Mehl und Puder dort wohl geordnet in Reihe und Glied stehen. Auf jeder dieser Krausen und Büchsen ist der Name dessen, was sie enthält, mit Oelfarbe geschrieben. Die eingesottenen Früchte, mit Blase überwunden, stehen wie billig obenan. Ein kleiner Eiervorrath hat sein eigenes, sauber geschnitztes Brettchen, Butter in einer Steinkruke, größere Verrathe werden in dem eigentlichen Speisegewölbe verwahrt. In der Küche selbst ist alles Geschirr, so weit als thunlich, von Porzellan, mit spiegelblanken Messingreifen und Bügeln oder Deckeln, je nachdem; Reibenäpfe, Anögnßeimer, Spülnäpfe, alles Porzellan, das sieht sauber aus, und Sauberkeit ist in einer Küche die Hauptsache. Auf der andern Seite des Hcerdes hängt eine Art offenes Spind und darin in musterhafter Ordnung sämmtliches Kupfergeschirr, Blechsachen, Haarsieb, Reibkeule, Schneebesen. Kochlöffel und Quirle. Der Fußboden ist natürlich mit saubern Fliesen belegt, und eine Kämpe, inmitten der Küche herabhängend, verbreitet auch am Abend Tageshelle darin. Eine Vorrichtung, um über einer kleinen Gasröhre in Eile ein Beefsteak zu bereiten oder ein wenig Milch zu wärmen, die Tante Minna während des Tages oft zu ihrem Selterwasser mischt, ist auch vorhanden, und ich behaupte, daß dies die Musterküche in ganz Berlin ist. So will ich mir die meinige später auch einmal einrichten, vielleicht ein wenig

