Ich bin ernstlich unzufrieden mit Hanna. Sie kommt und will mir einreden, daß Nosa lieber von, Hofball zurückbleiben solle, weil sie am Morgen über Kopfschmerz geklagt und jetzt ein wenig Fieber- habe. Vor Ungeduld natürlich. Ein wenig Kopfschmerz und daruni sollte ich dem Kinde die getraumte Freude versagen? Diese Robe, diese Spitzen, Blumen und Bänder sollten unbenützt bleiben, weil Rosa's Puls unruhiger geht bei dem Gedanken an die Auszeichnung, die ihr bevorsteht, in der freudigen Erwartung des Tanzes, den sie so sehr liebt?Es sei kein guter Tag heute," stellte Hanna mir vor,in der Nacht habe ein Käuzlein sich auf den Giebel unsres Hauses gesetzt und laut geschrien; auch habe sie von W^sserfluthen geträumt, die uns alle verschlingen wollten." Run, die gute Alte mag zur Ader lassen und Rosa tanzen, so hat eine Jede ihr Theil.

Ich habe kaum drei Stunden geschlafen. Die Sonne schlug schon das Augenlied auf, als wir vvm Hcfball heimkehrten. Rosa war be­rauscht von Beifall und Freude. Selbst der fremde Prinz hat niit ihr getanzt und die jungen Fürstinnen gingen Arm in Arm mit der Malers- Tochter. Der Künstler darf es sich schon zugestehen, daß seine weiße Rose die herrlichste Blüthe in dem reichen Kranze vornehmer Schön-

Jugend war düster und traurig, ich gönne ihr recht viel Sonnenlicht der Freude.

hellen war. Richt einen Tanz hat die Kleine pausirt, sie schien aber auch kaum den Boden zu berühren; sie schwebte. Und als sie mich zur guten Nacht umarmte, wie frisch geröthct war ihre sonst so bleiche Wange; wie glänzte ihr Auge, als sie mir sagte:Ich bin sehr glück­lich, mein Vater!" Ich glaube es wohl, hat doch die Fürstin sie auf