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war über ihre Schultern herabgesunken, und als die schloßfran sich über das blasse Gesicht der halb Ohnmächtigen hinneigte, rief sie er­schüttert aus:

Eva, um Gotteswillen, bist Tu es wirklich? Kommst Du end­lich, endlich zu Deiner Schwester!"

Die Fremde schaute verwirrt umher, dann sammelte sie ihre Ge­danken, neigte die tvdblasse Stirne gegen den stützenden Arm der freund­lichen Dame und sagte matt:Ich wußte nicht, daß Du hier der dort oben hat mich wider Willen geführt aber hör' ich wirklich recht, und nennst Du selbst Dich meine Schwester? Tu, die vornehme, reiche Schloßfrau schämst Dich nicht, eine Lumpensammleri» Schwester zu nennen?"

Meine arme, arme Schwester, wie viel mußt Du gelitten und erfahren haben, daß Tu solche Fragen thun kannst;" wurde ihr mit einer Umarmung geantwortet.

Aber, Dn weißt eS ja, ich habe auch viele Jrrthünicr begangen." Wer sich ohne Schuld fühlt, der werfe einen Stein auf Dich," tröstete die Schwester.

O, dann segne ich die Slnnde, in der ich dies Thal betrat. Nun wird mein armer Fried' doch eine Heimath und Freunde finden, wenn ich sterbe."

Du wirst nicht sterben, Eva, Dn wirst ein neues, glückliches Leben anfangen; aber komme hinein ins Haus, der Thau steigt auf und die Luft weht kalt von den Bergen herüber. Du mußt Ruhe haben, und da drinnen ist ein hübsches Zimmer für Dich und Deinen Sohn, den wir schon von Herzen lieb gewonnen haben. Franz soll gleich den Arzt aus der Stadt holen."

Eva widerstrebte nur schwach. Aber sie fühlte sich sehr matt, und die Liebe ihrer Schwester bezwäng ihr einst so trotziges Herz. Sie war zur rechten Zeit in das Hans der Stiefschwester gekommen,

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