besonnenen Streich machte und der zärtlich geliebte Freund der kleinen Eininy.

Aber er ging nicht immer im Garten spazieren, oder spielte mit den Kindern; jeden Morgen ging er in die nahe Stadt zur Schule, und im Winter fuhr er mit einem allerliebsten Ponnh hinein. Das dauerte drei volle Jahre.

Dann sehen wir ihn eines Tages, wie er mit zärtlichen Umarmun­gen von der Mutter, der gütigen Tante und der lieben Emmy Ab­schied nimmt. Heinrich giebt ihm einige Meilen weit das Geleit, denn Friedewalt geht nach einer großen Handelsstadt, uni dort das Fabrik­wesen gründlich zu erlernen, und wird nicht früher in das hübsche Schloß im Thale zurückkehren, bis er sich zu einer Reise nach Eng­land rüstet, wo er noch mehr Erfahrungen für sein Fach sammeln soll, wie die Tante wünscht. Wenn er dann zurückkommt, wird er die Fabriken übernehmen, denn Heinrich ist fest entschlossen, Soldat zu werden.

Mutter Eva steht in einer schneeweißen Haube, im saubern dun­kelfarbigen Hansrock, mit dem großen Schlüsselbund an der Seite, am Wagenschlag, und packt voll mütterlicher Bersorglichkeit allerlei Küchenvorräthe in die Ledertaschen. Dabei drückt sie oft verstohlen die Hand ihres scheidenden Lieblings. Normann läuft ungeduldig hin und her, und sieht bald nach den Füßen der Pferde, bald unter den Wagen, ob auch Alles zur Abfahrt in Ordnung ist.

Da, zum letzten Male, schlingt Friedewalt seine Arme um die Mutter, und flüstert ihr unter Thränen scherzend ins Ohr:

Das Fuhrwerk, das mich jetzt fortbringt, ist mir doch um ein Bedeutendes lieber, als jenes, womit wir eines Tages vor dies Schloß kamen; und ich denke. Du hast Deine Abneigung gegen die reichen Leute nun so weit überwunden, Mutter, daß Du gern so lange im

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