gibt, und fest an den Seiten der Kalkpfanne anklebet.
8. 13.
Den Kalk löscht matt auf folgende Weise: Es wird ein Kasten (Kalkpfanne) aus Bretern zusammengefüget, und etwas schief gesetzet, damit der gelöschte Kalk leichter herausfließe; man wirft den Kalk hinein, gießt Wasser darauf, und rührt ihn fleißig um, bis er wol aufgelöset ist. Endlich läßt man den Brei in eine nahe 4, 5 oder 6 Schuh tiefe und so gebreterte Grube ablaufen, damit die Erde das überflüsfige Wasser einsaugen könne. Es ist besser, wenn man ihn eine Zeitlang in der Grube läßt, als wenn man ihn gleich gebrauchet.
8 . 14 .
Unter Mörtel versteht man eine Mischung auS Kalk und Sand. Nach der Beschaffenheit des Sandes mischt man mehr oder weniger darunter, z. B. drei Theile gegrabenen Sand unter Einen Theil Kalk, zwei Theile Flußsand unter Einen Theil Kalk. Der Mörtel muß weder zu dicht, noch zu flüssig seyn. Das Wasser dazu muß man auS keinem Moraste oder einer Pfütze holen. Noch am Tage, an welchem man ihn gebrauchet, muß er wol abgerühret werden; denn

