durch das Stillstehen setzt sich der Sand, und der Mörtel wird unbrauchbar. Ob der Mörtel die gehörige Dicke habe, erkennet man daran, daß er langsam und zäh von 'der Mauerkelle abfließt, und weder zu viel, noch auch zu wenig daran kleben bleibt.

§. 15 .

Guter Mörtel bindet, nachdem er tro­cken geworden ist, Steine und Ziegel fest zusammen. Um einen solchen zu erhalten, muß sich der Sand mit dem Kalke wohl ver­einigen; deßwegen muß der Sand trocken, rauh, und weder Erde, noch Lehm darun­ter seyn. Ob der Sand schroff oder rauh sei, erkennet man aus dem Knirren, wenn man ihn in der Hand reibt; ob Erde oder Lehm darunter sei, erfährt man, wenn der trockene Sand nach dem Reiben auf der Hand keinen Staub zurückläßt, der feuchte kein ' weißes Leintuch beschmutzet, und im Wasser umgerührt dasselbe nicht kothig macht.

8 . 16 .

Der Staub von zerstoßenen Sand­steinen, Eisenschlacken, Steinkohlen, ver­mischt mit zerriebenen Mühlsteinen, gibt mit dem Kalke einen besondern Mörtel für Brückenpfeiler, Wasserfälle, Wasserwehren und Zisternen. Der Kalk aber, welcher