Für hölzerne Gebäude kann man auch anstatt des vollen Grundbaues die Erdböge» auf folgende Art gebrauchen: Man lafse längs der Umfassungs-Mauern nach Beschaffenheit des Grundes sechs, acht oder zehn Fuß tiefe Gruben machen, eine von der andern zehn oder zwölf Schuh weit; in diese Gruben bauet man Pfeiler vier oder fünf Fuß ins Gevierte; die Erde zwischen den Pfeilern wird von einer Widerlage zu der andern gewölbartig ausge? schnitten, und dann auf dieser ein Bogen von gehauenen oder fleißig gestrichenen und gut gebrannten Ziegelsteinen, einen Fuß dick geschlossen. Dieser Bogen muß der Oberfläche der Erde gleich kommen. Ein solcher Grund-- bau kostet nicht so viel als ein voller.
§. 3 *.
Ein ununterbrochener Fels oder Stein gibt' ohne Zweifel die stärkste Grundfeste. Allein man wird selten eine gleiche Oberfläche für den Fuß des Grundbaues finden; dahex, läuft man Gefahr, daß nicht das aufgeführte Gebäude an dem Abhange herabglitsche. Pen-? ther beobachtet, daß dieses geschehe, wenn der Abhang mit dem Gesichtskreise einen Winkel. von mehr als zwanzig Graden machet. Dieser Gefahr vorzubeugen, räch Penther, soll man

