cher ist er dennoch auf jener Seite, auf welche -das Licht scheinet, stärker auf der andern; auf der hohlrunden verliert er sich von der­jenigen Seite, wo das Licht einfällt, gegen die -gegenüberstehenden. Bei schräge stehenden Körpern verliert er sich von oben herab. Die­ser Schatten wird gezeichnet, da man den grö­ßeren Wasserpinsel halb in den frisch aufge- tragenen Tusch, und halb (auch mehr oder weniger, nachdem der Schatten jähling oder unvermerkt sich verlieren soll) auf das weiße Papier setzet, und immer mit dem Tuschzuge gleich laufend fertzieht..

§. 239.

Bei der Schattirung der Säulen fällt der verlorne Schatten den Anfängern sehr be­schwerlich; denn man erhält nicht leicht einen gleichförmig verlornen Schatten durch die ganze Länge des Schaftes. Folgende Kunst­griffe werden die Sache vielleicht erleichtern:

1. Man mache die Schattirung nicht mit ei-' nem starken Tusche auf einmal, sondern man nehme einen schwächern Tusch, und schattire öfter, bis gleichsam mehrere Lagen den gewünschten Schatten Hervorbringen.

2. Man benetze vorher den Theil des Schaf­tes, welcher schattiret werden soll, ein wenig.

3. Um den schattigen Theil des Schaftes be­quemer auszuwaschen, nehmen Einige ein