166

Richtscheit, welches beiläufig 4 Linien dick, und \\ Zoll breit, und der Länge nach auf einer Schneide eingekehlet ist, damit der Tusch nicht etwa an der Schneide abhänge, und auf das Papier hinab fließe. Nach diesem Richtscheite führen sie den Pinsel, und wa­schen den Schatten aus. Mit einem gemeinen Richtscheite kann man es eben so gut ma­chen, wenn man es auf der einen Seite hoch hält, und die andere auf das Papier fest an­drücket.

$. 240.

Um die Rundung des Schaftes und an­derer Körper zierlicher vorzustellen, wird sehr viel beitragen, wenn der Schatten vom be­schatteten Theile gegen beide Seiten verdün­net wird, so daß auch am andern Ende ein gebrochenes Licht bemerket wird, welches man das abprellende Licht nennet. Anfangs wäscht man den Schatten gegen das Licht, und her­nach mit einem weniger nassen Pinsel gegen das andere Ende aus.

§. 241.

Den Schatten, welcher eine ganze Ober­fläche bedecken soll, trägt man mit ganzen und nicht abgesetzten Pinselzügen auf. Es ist gut, wenn man, nachdem die Stärke der Farbe bestimmt ist, die Farbe voll auf-