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Richtscheit, welches beiläufig 4 Linien dick, und \\ Zoll breit, und der Länge nach auf einer Schneide eingekehlet ist, damit der Tusch nicht etwa an der Schneide abhänge, und auf das Papier hinab fließe. Nach diesem Richtscheite führen sie den Pinsel, und waschen den Schatten aus. Mit einem gemeinen Richtscheite kann man es eben so gut machen, wenn man es auf der einen Seite hoch hält, und die andere auf das Papier fest andrücket.
$. 240.
Um die Rundung des Schaftes und anderer Körper zierlicher vorzustellen, wird sehr viel beitragen, wenn der Schatten vom beschatteten Theile gegen beide Seiten verdünnet wird, so daß auch am andern Ende ein gebrochenes Licht bemerket wird, welches man das abprellende Licht nennet. Anfangs wäscht man den Schatten gegen das Licht, und hernach mit einem weniger nassen Pinsel gegen das andere Ende aus.
§. 241.
Den Schatten, welcher eine ganze Oberfläche bedecken soll, trägt man mit ganzen und nicht abgesetzten Pinselzügen auf. Es ist gut, wenn man, nachdem die Stärke der Farbe bestimmt ist, die Farbe voll auf-

