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Die Gesellschaft versammelt sich monatlich ein Mal, um durch belehrende Unterhaltung, Vor lesen, Deklamiren u. s. w. sich ein edles Vergnügen zu machen und sich zugleich fortzu­bilden; überdieß versammelt sie sich regelmäßig in der Woche ein Mal zu gemeinschaftlichen Gesangübungen, welche durch einen hiesigen Gesanglehrer geleitet werden. Nebenbei werden einige anerkannt gute Zeitschriften gehalten, welche auf dem Gesellschaftszimmer aufliegen und zu jeder Stunde gelesen wer­den können.

Um mich noch genauer über die gesellschaftliche Einrichtung unterrichten zu lassen, habe ich selbst mehrere Mal den Ver­sammlungen beigewohnt und mich von dem guten Geiste, der in denselben herrscht, überzeugt. Ebenso habe ich die Ansicht erlangt, daß solche gesellschaftliche Verbindungen dem Staate nicht nur nicht gefährlich, sondern demselben durch Heranbil­dung guter Bürger nützlich sind, so lange sie bei ihrem Vor­gesetzten Ziele verbleiben und nicht in fremdartige Gebiete hin­über schweifen. Dieses ist gegenwärtig durchaus nicht der Fall, und damit auch später dasselbe nicht geschehe, werde ich nicht aufhören, der Gesellschaft ein wachsames Auge zuzuwenden.

Im Uebrigen bin ich der Meinung, daß der Staat in dlesem Zeitalter Erbauung und Selbsterziehung mehr befördern, als hindern, und so lange dergleichen Gesellschaften in ihrer Verfassung unschädlich befunden werden^ Niemanden die Frei­heit rauben müsse, seine Einsichten Andern mitzutheilen und dadurch Bildung zu befördern.

In der Hoffnung, mich Ihres Auftrages bestmöglichst ent­lediget zu haben, benutze ich diesen Anlaß, Sie meiner aus­gezeichneten Hochachtung zu versichern u. s. w.

5.

Bericht eines Polizeivorstehers an die Landes­regierung.

B. den 29. Juli 1834.

Hochgeachteter Herr!

In Folge Hochderselben Auftrages von gestern habe die Ehre, in Betreff der letztverfloffenen Sonntag in unserer Ge- nreinde stattgehabten Versammlung von deutschen Handwerks­gesellen folgenden Bericht zu erstatten.

Schon vor mehreren Tagen vernahm ich, daß auf jenen