Suppen. i r
,/j. Suppe von hartgesottenen Cyern.
Es werden solche Wurzeln, wie oben zur braunen Suppe pag. 1. gebraucht wurden, mit etwas geschnittenem Kalb-oder Rindfieisch ganz weich gedämpft. (Es muß aber immer ein wenig Fleischbrühe zugegossen werden, damit es nicht" gelb wird.) Man kann auch eine Zwiebel und ein wenig recht sauber gewaschenes, aber ungesotte, nes gedörrtes (getiegenes) Fleisch dazu thun, und von einem Rögglein (Semmel) die Brosamen. Dann wird so viel siedende Fleischbrühe, als man Suppe haben will, daran gegossen. Dieß wird eine Stunde aneinander gesotten, durch einen Seyher oder Haarsieb getrieben, und darnach muß man es noch einen Wall aufsieden lassen. Darauf wird das Gelbe von 2 bis 3 ab- gesottenen harten Eyern, auch 1 bis 3 Löffel voll süßer Raum, ganz glatt abgerührt, und unter dem Rühren die siedende Brühe nach und nach dazu gegossen, daß es nicht gerinnt; über gebackenes Herrenbrod, aufwelches vorher geschnittener Schnittlauch gestreuet ist, angerichtet, und Muskatennuß darauf gerieben.
i5. Gewiegte oder geriebene Gerste.
Schlage ein oder zwey Eyer in ein Schüsse, lein, salze sie ein wenig, zerklopfe sie wohl, rühre vom schönsten weissen Mehl darein, ma, che einen festen Teig daraus, lege ihn auf ein

