für Rrankr und Genesend^. 6A9

darinnen kochen: so wird er fertig seyn. Von diesem also gekochten Reis thut man in einen kleinen Fußhafen heraus, zerrührt ihn mit einem Löffel, und läßt ihn mit Fleischbrühe oder Was­ser noch eine Viertelstunde kochen. WemS be­liebt, kann etwas Cirronenschaalen und MuSkar tennuß dazu thun.

8'y. Reisschleim.

Stoß oder mahle 4 Loch vom schönsten Reis, so fein als möglich; laß Nur in einer Maas Was­ser so lange kochen, dis er an fängt dick zu werden. Dann preffe es, so heiß als möglich, durch ein Tuch: so wird es, wenn es kalt ist, wie Sulz feyn. Wenn man davon genießen will; vermischt man einen oder etliche Löffel voll mit etwas Fleisch­brühe, und macht es wieder heiß. Es ist dieser Reisschleim zwar nicht so nährend als Reispana- de; aber für Schwache desto eher verdaulich.

620. Habergrütz-Suppe.

Sehe eine Handvoll sauber geklaubte und ge­waschene Habergrühe mit einem Seidlein Wasser zu, und laß es ziemlich dick einkochen. Dann rhu ein Stücklein frischen Butter dazu, und gieß so viele sehr weniz gesalzene Fleischbrühe daran, daß der Schleim nicht zu dünne wird. Dann laß es noch eine gute halbe Stunde kochen, thu etwas Muskatenblüthe hinzu, und treib es durch ein Haarsieb oder engen Suppen. Seyher. Zer­rühre das Gelbe von einem oder mehrern Eyern