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kommen nach Jahre langer Abwesenheit, wenige Stutt- bcu später schon wieder abreiste — aber er ließ ihn ziehen: „denn," sagte er, „des Menschen Wille ist sein Himmelreich." Gabriel junior begleitete den Bruder eine Stunde weit, und nahm dann erst Abschied von ihm. „Kommst du bald wieder, Bruder?" fragte er ihn.
„Nein," entgegucte dieser, „wenigstens in den ersten Jahren nicht. Ich will jetzt nach Afrika und Giraffen fangen. Gott allein weiß, wie lange ich dabei zubringe. Darum leb' auf ein paar Jahre wohl, alter Junge."
„Gott geleite dich, Bruder!" schluchzte Gabriel. „Behalte mich lieb und denk' auch an daheim, wenn du in Afrika bist!"
Wilhelm versicherte den Bruder seiner herzlichsten Liebe und schüttelte ihm wohl zehnmal die Hand, ehe er denn ging oder vielmehr fuhr. An der Waldecke, wo der Weg rechts abzog, grüßten sich die Brüder zum letzten Male. Wilhelm verschwand und Gabriel sah ihn lange lange Zeit nicht wieder.
Noch ein paar Jahre eilten rasch hin, da starb Herr- Gabriel senior und hinterließ feinen beiden Söhnen Haus, Hof, Garten, ein blühendes Geschäft, das seinen Mann ernährte, und — damit wir das Beste nicht vergessen — seinen väterlichen Segen. Gabriel junior betrauerte den Vater lange mit warmem Herzen, und schrieb den Nnglücksfall an seinen Bruder, der sich grade zu jener Zeit um den Nordpol herum befand, vermuthlich um nach den Giraffen auch die Seehunde und Eisbären näher kennen zu lernen. Wilhelm empfing den Brief glücklich und beabsichtigte, nach seiner Rückkunft in die Residenz, den Bruder und die Heimath zu be-

