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„Ein wunderlicher Patron der Herr Bruder!" sagte Frau Hochland. „Hat er sich recht verändert, seit er von Hause weg ist."
„Radikal ein anderer Mensch geworden. „War ein hübscher rothbackiger Junge. Jetzt gelb, klapperdürr und wahrhaftig schon graue Haare!"
„Das kommt von den vielen Reisen!" sprach die Frau. „Bald in Kamtschatka und bald in Afrika und immer mit unvernünftigem Gethicr zusammen — was Wunder, wenn er da alt und grau wird vor der Zeit. Wo er nur das viele Geld herkriegt zu den großen Reisen?"
„Vom Staate, Weibchen, vom Staate!" sagte Herr Hochland wichtig. „Bruder Wilhelm ist ein hochangesehener Mann in der Residenz und geht mit dem Minister um, wie mit dem Bruder. Sein Haus solltest Du sehen und seine Wohnung — Sapperlott! beim Könige kann's nicht schöner sein. Sie nennen ihn Herr Professor, und der Lammwirth, bei dem ich logirte, der erzählte mir, daß er ein Heidengeld verdient mit seinen Würmern und Vögeln, die er aus den fremden Ländern mitbringt. Er verkauft mehr davon, wie wir Zucker und Kaffee! Wenn unser Gabriel Lust hätte, hm! ich hätte am Ende nichts dagegen, wenn—"
„Halt, Männchen! daraus wird nichts!" fiel ihm die Frau iu's Wort. „Bleib' im Lande und nähre dich redlich! Mein Junge soll mir nichts mit Löwen und Giraffen und Eisbären und andern Insekten zu schaffen haben! Der bleibt in Lauterbcrg und verkauft gebackene Pflaumen und Kaffee, wie seine Vätcr und Äelterväter! Mit solchen Sprüngen komm' mir nicht, Männchen!"

