seinem Vater übernommen. In trübes Nachdenken versunken saß er in dem ledernen Lehnstuhl, und sann über Mittel und Wege nach, die drohende Wolke, welche mit jedem Tage näher und näher rückte, zu zer­streuen oder doch wenigstens, da dieß kaum möglich war, den schlimmsten, tätlichsten Blitz von dem Haupte des Vaters abzuwenden. Aber leider sah er nirgends Hülfe und Rettung. Freilich konnte er die noch vor- räthigcn Waaren mit einigem Verluste verkaufen, und mit dem Erlös derselben und allenfalls dem Erlös der bessern Sachen und Habscligkeiten seiner Acltern den Wechsel decken? aber was war dadurch am Ende ge­wonnen? Weiter nichts, als daß anstatt des Gerich­tes, er selber den Laden schließen mußte, indcni ohne Waaren das Geschäft natürlich nicht fortgesetzt werden konnte. Und das war fast eben so schlimm, als der erklärte Bankerott, indem die traurige Aussicht auf eine hüls- und mittellose Zukunft immer dieselbe blieb. Ja, wenn das Ausgeben des Geschäftes nur um ein einziges Jahr verschoben werden könnte!" seufzte er, .dann wäre wenigstens die Hoffnung geblieben, daß sich der größere Theil der ungetreuen Kunden wieder ein- fände, und wir könnten, wenn auch nicht so bequem, wie früher, doch wenigstens nothdürftig das Leben fri­sten, uub der gute Name des Vaters, die Jahrhunderte alte, immer in Ehren bestandene FirmaGabriel Hoch­land" wäre vor Schmach und Schande gerettet. Aber, großer Gott, wie sollte ich es denn möglich machen, dieses Jahr unser Leben zu fristen? Hier kann ja Nie­mand, Niemand helfen, als der mächtige Helfer droben über den Wolken!"

So sprach Gabriel Hochland jumor, während seilt