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gönnt an einer Quelle, die neben dem Wege aus der' Erbe hervorsprudelte. Kein Wunver also, daß er nicht nur müde, sondern auch tüchtig hungrig war, und mit verlangenden Blicken ein Wirthshaus in der Vorstadt anschaute, aus dessen geöffneter Thür ein höchst angenehmer und verlockender Bratengeruch auf die Straße strömte. Uebcrlcgend zögerte sein Fuß, und endlich blieb er stehen. Sollte er gleich zum Oheim wandern, oder erst seinen müden Leib ein wenig ausruhen und erquicken? Das war eine schwer zu beantwortende Frage. Aber wer konnte wissen, wie lange er in der weitläu- sigeu Residenz, deren gewaltige Häusermasse er mit Bewunderung angestaunt hatte, umherlaufen mußte, nur nur erst das Haus des Oheims aus diesem Labyrinthe heraus zu finden? Nein, es war doch das Gescheiteste, in das Wirthshaus zu gehen, ein wenig zu essen, und sich nebenbei zu erkundigen, wo der Herr Onkel wohnte. In dem Wirthshause wußten sie das gewiß, oder konnten es doch leicht erfahren, und dann — er betrachtete sich unten und oben — in solchem Aufzuge, mit diesen bestäubten, schmutzigen Stiefeln und Beinkleidern konnte er sich unmöglich dem Oheim, den er und der ihn noch nie gesehen, sich vorstellen. Also — links- um, marsch! In dem Wirthshause fand er Alles, was er bedurfte — Auskunft, Nahrung und Reinigungsmittel ; entschlossen inachte daher Gabriel linksum, schritt durch das Thor in das Wirthshaus und betrat die Gaststube, wo ihn die Wirthin, ein freundliches, altes Mütterchen zuvorkommend empfing. Während sie ihm ein Stück Brod, Butter, Käse und ein Glas Beer herbeiholte, erkundigte sie sich teilnehmend nach seinen Absichten und Plänen, und wußte nach fünf

