kröte in Lauterberg wieder an. Ich sage, zum Glück! Dem: wir werden über kurz oder lang sehen, daß es mit der Schildkröte, die dem guten Gabriel so sehr zuwider war, eine ganz eigene und besondere Bewandt- niß hatte.

Als Gabriel endlich, nach raschem Laufe, das vä­terliche Haus erreichte,' zögerte sein Fuß zuletzt noch auf der Schwelle. Ach, welche trostlose Nachrichten mußte er bringen, und welche eben so trostlose vielleicht empfangen! Doch das Zandern änderte ja nichts in der Sache. So öffnete er denn endlich entschlossen die Thür, trat in den Laden, und von dort rasch in das Krankenzimmer des Vaters. Dieser schlummerte; aber Minchen flog dem Bruder mit ausgebreiteten Armen entgegen, drückte ihn an die Brust und fragte ihn leise: Bringst bn gute Nachrichten mit, Gabriel?"

Für dich, ja!" erwiederte dieser.Ob auch für den Vater, das weiß ich wahrhaftig selber nicht. Aber davon wollen wir nachher sprechen. Hier nimm zu­nächst fünf und zwanzig Thaler, die ich für deinen Tep­pich gelöst habe. Dann soll ich dir sagen, daß die Prinzessin Luise, die ihn gekauft hat, auch einen Fuß­teppich zu haben wünscht, den du machen sollst. Nicht wahr, das sind gute Nachrichten?"

Die besten, die allerbesten, Gabriel!" jubelte Min­chen, aber nur ganz leise, um den Vater nicht aufzu­wecken.Fünf und zwanzig Thaler! Und höchstens fünf haben die Auslagen gekostet! Oh, Gabriel, da ist es ein Vergnügen, zu arbeiten, wenn man so belohnt wird! In vier Wochen muß die Fußdecke fertig sein, und müßte ich die ganzen Nächte aufsitzen statt der halben."