mehr, mein Herzensjunge, und dann wollen wir die Soldatcugcschichte vergessen."
„Und was wird nun aus der Badereise, Vater?" fragte die Mutter. „Soll ich packen? Wann willst du fort?"
„Gar nicht, Mutter, gar nicht!" sprach Herr Gabriel senior. „Wirst doch nicht denken, daß ich das sauer verdiente Geld für mich verwenden könnte? Der kleine Schatz bleibt unserem Minchen, die ihn mühsam erworben hat."
Die Mutter erschrak, Gabriel rief: „Dann geh' ich wahrhaftig doch heimlich davon, und unter die Soldaten!" und Minchen ergriff mit einem flehenden Blicke des Vaters Hand.
„Nein, das thust du mir nicht zu Leide, Vater!" sagte sie. „Deine Gesundheit gilt doch wohl mehr, als das Häufchen elenden Goldes da, und ich würde mich zu Tode grämen, wenn du deine Tochter so kränken und ihr die größte Freude, zu deiner Gesundheit beigetragen zu haben, verderben wolltest. Nein, liebster Vater, das kann dein Ernst nicht sein!"
Der Vater widerstand noch eine Weile, mußte aber doch -endlich den vereinigten Bitten seiner Familie nachgeben. „Wohlan!" rief er, ich sehe schon, es geht nicht anders und ich muß das Geld nehmen, aber — nur unter der Bedingung, daß Minchen mich in's Bad begleitet. Sie braucht eine Erholung eben so nöthig und wohl noch nöthiger, als ich selbst, und darum leide ich keine Widerrede. Seid ihr's zufrieden — gut, so kann meinetwegen morgen schon die Reise fortgehen. Wo nicht — so liegt da das Geld, und

