liegen, bis er mir jedes harte Wort, das ich gegen ihn gesprochen, jeden vorwurfsvollen Gedanken, den ich gegen ihn gehegt, vergeben hätte!"

Der herrliche Onkel!" rief auch Gabriel junior

wie gerne verzeihe ich ihm nun, daß er mich zum Hanse hinausgeworfen, da es doch nur im Zorne über den Todtschlag des Marikina geschehen. Ich war frei­lich unschuldig daran aber wenn auch der Schlag mußte ja sein Herz verwunden, da er den Marikina so werth hielt, und wie gut ist er! anstatt mich einfach zn züchtigen, sammelt er feurige Kohlen auf unser Haupt, und macht uns ein so großes Geschenk! O, theurer Onkel, wie abscheulich habe ich deine Güte verkannt!"

Ja, wir haben ihm Unrecht gethan," sprach nun auch die Mutter und trat näher heran.Aber noch ist's Zeit, seine Vergebung anzuflehen. Mache dich auf, Gabriel wandre nach der Stadt suche den Oheim auf und verlaß ihn nicht, bis er uns verziehen und Alles vergeben hat!"

Ist nicht nöthig!" erwiderte hierauf eine vor lau­ter Rührung zitternde Stimme, und ein grüner Augen­schirm flog durch die Lüfte, dem erschrocken zurückfah- reubeu Auktionator gerade gegen die NaseGabriel junior, Neffe, Todtschläger und Mörder des Marikina

Alles ist vergeben und vergessen, und hier, mein theurer Gabriel sonior, hier steht dein Bruder, und streckt die Arme nach dir aus und ruft: verzeihe du mir, wie ich dir! Kommt an mein Herz, Kinder Alle! Alle! Sehe ich doch, daß Ihr beu wunderlichen Onkel liebt! Zu was da noch Proben und Prüfungen! Minchen theures Kind siehst du, dein Onkel ist doch so schlimm nicht, als du gedacht hast!"