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Deshalb glaubte» Alle, die es erfuhren, daß Kaffim eines ganz natürlichen Todes auf feinem Bette gestorben sei. Nun galt es aber noch, die Leiche ivie jede andere vor der Beerdigung öffentlich auszustellen. Das schien weder der Wittwe, noch Ali Baba möglich. Aber auch da wußte Morgane Rath.

Noch in der Morgendämmerung ging sie auf den Markt, wo sie wußte, daß ein alter Schuhflicker unter seiner Bude auf Arbeit warten würde. Sie kannte den Schuster Mustapha als einen ,ehrlichen verschwiegene» und heiteren Alten. Trotzdem aber ging sie sehr vor­sichtig mir ihm an's Werk. Sie gab ihm Geld und versprach ihm noch mehr, wenn er sich die Augen verbinden lassen und mitkommen wolle. Er solle eine Flickcrei besorgen, von der Niemand etwas erfahren dürfe. Es sei durchaus kein Unrecht dabei, aber er müsse schwören, nichts zu verrathen. Mustapha, nach­dem er sich noch einmal hatte versichern lassen, daß kein Unrecht von ihm verlangt werde, war bereit, ließ sich die Augen verbinden und von dem Mädchen fortführen. Die Straßen waren noch völlig menschenleer, denn es war noch ganz früh.

In Kassim's Hause wurde der Schuster zur Leiche geführt. Dort »ahm ihm Morgane das Tuch von den Augen und sagte zu ihm:Nun, Mustapha, hier ist Eure Arbeit. Fangt gleich an und näht mir flink diese vier Stücke zusammen. Ihr sollt gut bezahlt werden dafür." Mustapha war zwar sehr überrascht, denn ein solcher Auftrag war ihm noch niemals vorgekommen. Aber er machte sich daran, arbeitete rasch und war bald damit fertig. Dann bekam er von Morgane zehn Dukaten, sie verband ihm die Augen wieder und führte