ih» zurück in seine Bude, wo er nochmals versprach, Niemandem von der Sache ein Wörtchen zu verrathe».

Als die Leiche angekleidet war, konnte sie ohne Be­denke» ausgestellt werden. Darnach wurde Kassim in gewöhnlicher Weise beerdigt und kein Mensch in der großen Stadt ahnte, daß mit diesem Manne etwas Be­sonderes vorgefallen sei. Kassims Frau jedoch ertrug ihr Schicksal nicht lange. Sie folgte ihrem Manne bald in das Grab, und Ali Baba erbte das ganze Vermögen seines Bruders. Er zog iu dessen Haus und dachte nicht mehr an die Räuber. Morganc jedoch, die treue und kluge Sklavin, behielt er im Hause.

Es war nun aber auch ein halbes Jahr vorbei seit Kassims Tode. Die Räuber kamen also eines Tages zum Felsen und entdeckten, daß nicht blos die Leiche, sondern auch ein ziemlicher Theil ihrer Schätze fehle. Sie erschraken und ergrimmten darüber, denn sie sahen daraus, daß noch Jemand ihr Geheimniß wisse. Sie sahen ein, dtzß der Hauptmann recht habe, der sagte:Wir müssen unbedingt unsern Feind auskund­schaften und ihn umbringen. Es muß Einer von uns verkleidet in die Stadt gehen und horchen, ob man nicht von dem seltsame» Todesfall spricht, der vor einem halben Jahre vorgekommen ist. Wir müssen wissen, wer der war, den wir getödtet haben und wo er wohnte. Die Sache könnte aber sehr gefährlich für uns ablaufen, wenn sie Einer ungeschickt ausführte, oder wenn er uns gar täuschte. Wir müssen Todesstrafe darauf setzen, da­mit wir nicht in noch größeren Schaden kommen."

Nach diesen Worten meldete sich Einer freiwillig zu dem Wagnis;.Setzest Du auch Dein Haupt zum Pfande, daß Du die Sache ordentlich zu Ende führen