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gleich zu dem braven Goldschmiede gegangen, ivir würden für die Schalen wohl achtmal mehr bekommen haben, denn denket euch nur, Vater, die Schalen waren ebenso wie der Kessel von feinem Silber. Der Goldschmied hat mir für den Kessel fünfhundert Goldstücke gezahlt. Wenn ich aber den diebischen Zuden treffe, so reiße ich ihm alle Haare aus seinem rothen Barte." Achim beruhigte seinen Sohn und freute sich, daß er das größte Stück so gut angebracht hatte. Sie beschlossen, mit dem Gelde jetzt aber klüger umzugehen und sich etwas anzuschaffen, wovon sie lebenslang ihren Unterhalt hätten. Achim legte zu diesem Zwecke vierhundert Goldstücke zurück, und von dem andern Gelde verschaffte er sich und seinem Sohne bessere Kleider nach ihres Landes Sitte und was sonst zu ihrer nächsten Nothdurft und zum gemächlichen Leben eines Mannes von seinem Stande nöthig war.
Einige Jahre waren vergangen. Lameth war zu einem Manne herangereift und ging eines Tages in einem entfernten Theile der Stadt spazieren. Er war zufällig in die Nähe der Lustschlösser des Sultans gekommen, als er plötzlich Kanonendonner vernahm, welcher nichts Anderes zu bedeuten hatte, als daß alle Männer sich eiligst aus der Umgegend der Straße entfernen sollten, weil die Tochter des Sultans auf dem Wege nach den Lustschlössern begriffen wäre. Lameth wußte nun zwar, daß den Männern bei Lebensstrafe verboten sei, sich blicken zu lassen, indessen trieb ihn sein Vorwitz an, diesen Zug unvermerkt zu beobachten. Da er einen holen Baum am Wege stehen sah, in welchem er sich verbergen könnte, so kroch er hinein und erwartete daselbst den Zug. Zufällig geschah es aber, daß gerade

